Back to Yoga – Was eine regelmäßige
Yogapraxis bewirken kann

Wenn du fragst, warum es gut ist, Yoga zu praktizieren, wirst du eine Reihe von Antworten erhalten, die sich in der Regel ungefähr so anhören: Yoga verbindet Körper, Geist und Seele. Eine regelmäßige Praxis hilft, Stress abzubauen, fördert die emotionale Balance und die innere Ruhe. Du wirst beweglicher, flexibler. Du baust Kraft auf und wirst insgesamt fitter. Yoga ist ein ausgewogenes und ganzheitliches Training, das auf allen Ebenen wirkt. Und so einiges mehr.

Das ist alles richtig. Und es sind viele ausgesprochen gute Gründe, um mit Yoga zu beginnen. Mit Sicherheit ist eine regelmäßige Yogapraxis mit das Beste, was du für deine körperliche und mentale Gesundheit tun kannst. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass immer mehr Ärztinnen und Ärzte ihre chronisch verspannten, kranken und stressgeplagten Patienten ins Yogastudio schicken.

Doch wenn die Yogapraxis so komplett auf den gesundheitlichen Aspekt reduziert wird, geht etwas ganz Entscheidendes verloren. Dann wird Yoga zu einem Tool, einer Aktivität neben vielen anderen: neben Pilates, Kraft-Training, Klettern, Schwimmen etc. Häufig wird die Yogapraxis sogar dafür genutzt, sich selbst noch mehr zu optimieren, den Stress besser auszuhalten, noch schneller im Hamsterrad herumzurennen. Und das ist definitiv das letzte, was Yoga ist und möchte. Denn dann geht der Schuss irgendwann nach hinten los.

Was Yoga wirklich ist

Yoga ist kein Weg der Selbstoptimierung, sondern der Selbstreflexion und Veränderung. Es geht nicht darum, den Stress besser auszuhalten, sondern ihn zu minimieren, nicht darum, noch schneller im Hamsterrad herumzurennen, sondern das Hamsterrad zu verlassen. Yoga bedeutet zu erkennen, was wirklich wichtig ist. Das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden, das Wahre vom Unwahren, das Ewige vom Vergänglichen. Prioritäten verschieben sich, Lebensziele werden unter Umständen neu formuliert.

„Jede noch so lange Reise, beginnt mit einem ersten Schritt.“
(aus dem Tao Te King)

Yoga ist traditionell ein spiritueller Weg der Selbsterkenntnis. Ziel der Praxis ist es, unser wahres Selbst, unsere wahre Natur zu erkennen und zu erfahren. Der Begriff „Yoga“ leitet sich vom Sanskrit-Wort „yuj“ ab, was so viel bedeutet wie anjochen, zusammenbinden oder vereinigen. Die Vereinigung das individuellen, wahren Selbst (Atman) mit einer höheren, universellen Wirklichkeit (Brahman) sind Ziel und Essenz des Yoga. Wie du diese höhere Wirklichkeit nennen möchtest, ist dabei völlig egal. „Brahman ist das Absolute“, heißt es in den Upanishaden. Vom „kosmischen Bewusstsein“ sprechen der integrale Philosoph Ken Wilber und andere zeitgenössische spirituelle Lehrer. Aber auch „das Göttliche“ ist eine gängige Bezeichnung. Wichtig ist nicht, wie du es nennst. Wichtig ist, dass du anfängst, in dich hineinzuspüren, ob es da eine Sehnsucht nach mehr Tiefe in dir gibt; den Wunsch, dich zu verändern, innerlich zu wachsen und ein bewussteres, sinnhaftes Leben zu führen. Diesem Wunsch Raum zu geben, die Fragen nach dem Sinn des Lebens zuzulassen, ist der erste Schritt auf dem Yogaweg.

Viele weitere Gründe, ernsthaft Yoga zu praktizieren

Ja, das klingt vielleicht etwas abstrakt. Unerreichbar, zumindest für normale Menschen wie dich und mich. Und tatsächlich werden die wenigsten Menschen jemals eine Einheitserfahrung (Samadhi) machen, selbst wenn sie noch so diszipliniert praktizieren. Aber darum geht es auch überhaupt nicht. Es geht nicht darum, etwas zu erreichen, sondern darum, sich auf den Weg zu machen. Den ersten Schritt zu tun und der Sehnsucht nach mehr Sinn und Tiefe Raum zu geben. Das allein genügt, und mit ziemlich großer Sicherheit wird sich vieles ändern.

„Auf diesem Pfad wird Bemühung nie zunichte, und es gibt kein Misslingen“, heißt es in der Bhagavad Gita. „Schon ein bisschen Bemühen zu spirituellem Gewahrsein hin wird dich beschützen vor der größten Angst.“

„Once you have started seeing the beauty of life, ugliness starts disappearing. If you start looking at life with joy, sadness starts disappearing. You cannot have heaven and hell together, you can have only one. Iti s your choice.“ (Osho)

Yoga ist ein Weg der Freiheit. Wenn du dich wirklich darauf einlässt und Yoga nicht mehr nur eine Aktivität neben vielen anderen ist, sondern eine Philosophie, ein Lebensstil, dann werden sich die Qualitäten dieser uralten Weisheitstradition mehr und mehr entfalten:

  • Du wirst selbstbewusster und klarer in deinen Entscheidungen, weil du lernst, auf deine innere Stimme zu hören;
  • Aus Angst vor dem Scheitern wird Mut, dein Leben in die Hand zu nehmen, es nach deinen Idealen zu gestalten und dich selbst und dein Leben zu verändern;
  • Gleichzeitig wirst du gelassener und lernst, die Dinge, die du nicht ändern kannst, anzunehmen (was unglaublich wichtig ist in einer aus den Fugen geratenen Welt und nichts mit Gleichgültigkeit zu tun hat)
  • Du spürst eine zunehmende Verbundenheit mit allem, was ist, eine Verantwortung für und Neugier auf das Leben und die Welt;
  • Der Wunsch, weiter zu wachsen und ein bewusstes, sinnvolles Leben zu führen, wird immer größer und durchdringt mehr und mehr alle Aspekte deines Lebens.

Yoga im Mattengold

Im Mattengold unterrichten wir einen modernen Yoga, der dich körperlich fordert und fördert; einen Ashtanga Yoga-basierten Vinyasa Style (mal mehr Ashtanga, mal mehr Vinyasa, je nach Stundenformat und Lehrer*in), der gekennzeichnet ist durch eine konzentrierte, präzise Praxis in Verbindung mit bewusstem Atmen, wodurch wir die Körperwahrnehmung schulen und Körper, Geist und Seele verbinden.

Gleichzeitig herrscht jedoch ein Geist, in dem sich die spirituellen Sehnsüchte entfalten dürfen. Wir bemühen uns, Yogaphilosophie mit alltäglichen Fragstellungen und den Problemen in der Welt in Verbindung zu bringen und sie in die Yogastunden zu integrieren, um diesen mehr Tiefe zu geben und unsere Schüler*innen zu inspirieren. Dabei sind wir stets undogmatisch und nah am Leben. Yoga wirkt dabei wie eine Affirmation, die mit der Zeit zu einer Änderung von Haltung, Verhalten und Bewusstsein führt.

Zwischen folgenden Formaten kannst du bei uns im Mattengold wählen:

Yoga Basic

Eine Stunde für Einsteiger, aber auch für geübtere Teilnehmer, die noch an ihrer Ausrichtung arbeiten möchten. Wir bemühen uns, in einen schönen Flow zu kommen, nehmen uns aber immer die Zeit, um uns präzise auszurichten und, wo nötig, modifizierte Formen der Asanas zu finden.

Yoga Basic Deep & Slow

Eine Stunde für Einsteiger, aber auch für geübtere Teilnehmer, die noch an ihrer Ausrichtung arbeiten möchten. Etwas ruhiger und weniger dynamisch als die normalen Yoga Basic-Stunden, aber manchmal durchaus kraftvoll.

Yoga für alle

Eine Stunde für Yogis und Yoginis aller Level, aber mit zumindest etwas Yoga-Erfahrung. Manchmal mehr Ashtanga Yoga-basiert, manchmal mehr im Vinyasa Style. Mal intensiv und fordernd, manchmal auch etwas entspannender. Lass dich überraschen. 😊

Yoga Morning Flow

Eine sanft fließende Stunde, die dich energetisiert und gut gelaunt in den Tag starten lässt. Für Yoginis und Yogis aller Level.

Rehab Yoga

Ein Kurs für all diejenigen, die nach Krankheit oder Verletzung ganz langsam und behutsam wieder mit körperlichen Aktivitäten beginnen möchten. Die ihren Körper noch nie oder zumindest schon sehr lange nicht mehr trainiert haben, aber jetzt endlich damit beginnen wollen. Rehab Yoga ist ein Safe Space für alle, die denken, aufgrund ihres Alters, ihres Gewichts, der körperlichen Fitness wegen oder aus irgendeinem anderen Grund nicht an den „normalen“ Yogakursen teilnehmen zu können.

Healing Movements

Eine äußerst vielseitige Yoga-Stunde, deren Übungen weit über die klassischen Yoga-Asanas hinaus gehen und darauf abzielen, Kraft, Stabilität und Elastizität des Körpers und insbesondere der Gelenke zu fördern. Herzstück der Stunde sind die so genannten YogaDoc-Übungen von Dr. Ronald Steiner, aber auch Schwingen, Springen oder Übungen aus dem Pilates gehören zu den Healing Movements.

Yin Yoga

Ruhige, meditative Form des Yoga. Du übst mit wenig oder sogar komplett ohne Muskelkraft, „nur“ mit dem eigenen Körpergewicht. Die Dehnungen sind sanft, werden aber mehrere Minuten lang gehalten. Einsatz von Hilfsmitteln wie Bolster, Decken und Blöcken.

Ashtanga Yoga

AYI Basic, AYI für alle, AYI für Geübte und Mysore Style