Yoga ganz ANDERS

Kann jeder Mensch Yoga üben? Ja, unbedingt. Davon sind wir fest überzeugt. Jeder Mensch KANN und SOLLTE Yoga üben, weil Yoga die Lebensqualität entscheidend verbessert. Deshalb unterstützen wir ANDERS, ein Projekt, das von Dr. Andreas Haas ins Leben gerufen wurde und Yoga in Krankenhäuser und Seniorenheime bringt.

ANDERS bringt Yoga in Krankenhäuser. Zu kranken, ja vielleicht schwer kranken Menschen, die Operationen vor oder hinter sich haben, die über einen längeren Zeitraum ihr Krankenzimmer oder sogar das Bett nicht verlassen können, die nicht nur körperlich, sondern auch psychisch enormen Belastungen ausgesetzt sind.

ANDERS bringt Yoga in Seniorenheime, vielleicht sogar in Pflegeheime, oder auch in Rehabilitationszentren. Zu Menschen also, die aktuell – oder auch dauerhaft – nicht am normalen gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Die einen wollen wieder in dieses normale Leben zurück, alles dreht sich bei ihnen darum, ihre Krankheit zu besiegen, wieder gesund zu werden. Die anderen haben diese Hoffnung nicht mehr. Für sie geht es (nur noch) darum, einen angenehmen und einigermaßen sinnvollen Lebensabend zu verbringen.

ANDERS möchte diese Menschen, zumindest für einige kurze Augenblicke, aus ihrem Umfeld herausholen. Sie entführen in eine Welt, in der es Blumen gibt und Bäume und Vogelgezwitscher und wo sie die „eigenen“ vier Wände und ihre belastende Lebenssituation hinter sich lassen können. Immer mal wieder, für einige Minuten vielleicht nur, aber dafür total.

ANDERS ist die Kombination von Virtueller Realität und Yoga. Und genau das ist es, was ANDERS so besonders und einzigartig macht.

Yoga in jeder Lebenssituation

Was kann Yoga für diese Menschen leisten? Kann das Leid dieser Menschen durch Yoga gelindert werden? Inwieweit sind sie überhaupt in der Lage, Yoga zu praktizieren? Sitzend, vielleicht im Rollstuhl, oder liegend im Bett? Beziehungsweise: Wie müssen die Yogaübungen ausgewählt und angepasst werden, damit sie funktionieren und Sinn machen?

Generell ist es das Ziel des Yoga, Körper, Emotionen und Geist in Balance zu bringen. Und zwar unabhängig davon, wie sehr diese Balance verloren gegangen beziehungsweise aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Dass Yoga aktiv getan und nicht passiv erfahren wird, ist ein wesentlicher Grund dafür, dass Yoga so gut funktioniert. Denn der Mensch erfährt, dass er selbst etwas für sein Wohlbefinden tun und somit sein Schicksal, zumindest teilweise, wieder selbst in die Hand nehmen kann.

Yoga fördert das Lebendige in uns und stärkt die Selbstheilungskräfte.

Eines der größten Geheimnisse des Yoga liegt in der Fokussierung auf den Atem beziehungsweise in der Verbindung von Atem und Bewegung (Vinyasa). Deswegen ist eine Yogaübung auch IMMER eine Atemübung. Durch die Fokussierung auf den Atem,  die bewusste Regulierung des Atems und die  Verbindung von Atem und Bewegung gelangen wir von der körperlichen auf eine subtilere, feinstofflichere Ebene, die Ebene der Emotionen und der Energie, und wir verbinden Körper und Geist. (Negative) Emotionen und Gedanken bewusster wahrzunehmen, anzunehmen und im Idealfall loszulassen, ist ein wesentliches Ziel des Yoga.

Yoga ganz ANDERS

Der Yoga im Projekt ANDERS möchte dazu beitragen, dass

  • die Menschen wieder anfangen, sich und ihren Körper auf eine angenehme Weise zu spüren
  • der Muskelabbau verzögert wird und zumindest eine gewisse körperliche Fitness erhalten bleibt
  • die Funktionsfähigkeit und Beweglichkeit der Gelenke gefördert wird
  • durch Stimulation der in Händen und Füßen beginnenden Meridiane / Energiebahnen der Energiefluss aktiviert wird.

Die ausgewählten Übungen stammen aus den therapeutischen Sequenzen von Dr. Ronald Steiner und sind seit vielen Jahren in der Yogatherapie erprobt und verfeinert worden sowie aus der Pawanmuktasana-Serie 1 – antirheumatische Übungen zur Reinigung, Harmonisierung und Energetisierung – von Swami Satyananda Saraswati.

Alle Übungen haben gemein, dass sie leicht auszuführen sind, dabei jedoch eine große Wirkung entfalten.

Die Übungen wurden zudem so ausgewählt, dass sie (in der Regel beziehungsweise mit möglichst geringen Anpassungen) sowohl im Liegen mit schräg gestellter Rückenlehne als auch im Sitzen ausgeführt werden können. Die Übungen im Sitzen entfalten eine größere Wirkung, wenn der Übende frei sitzen kann, also ohne sich anzulehnen.